Die Unterstützung des Präventionsnetzwerks „Kein Täter werden“ der Berliner Charité für das Jahr 2017 durch den Bund ist gesichert. „Der Haushaltsausschuss hat jetzt grünes Licht für die Finanzierung gegeben – damit herrscht Planungssicherheit für dieses wichtige Präventionsprojekt“, sagt Dr. Jan-Marco Luczak, stellv. Vorsitzender des Rechtsausschusses und Berliner CDU-Bundestagsabgeordneter.

Das Präventionsnetzwerk „Kein Täter werden“ bietet ein an allen Standorten kostenloses und durch die Schweigepflicht geschütztes Behandlungsangebot für Menschen, die sich sexuell zu Kindern hingezogen fühlen und deshalb therapeutische Hilfe suchen.

„Ich bin besonders froh, dass es gelungen ist, die Finanzierung auf eine breitere Basis zu stellen: Künftig werden sich auch die Krankenkassen an Projekten wie ‚Kein Täter werden‘ finanziell beteiligen – das ist ein Meilenstein im Kampf gegen den Missbrauch von Kindern in Deutschland“, sagt Luczak. Eine entsprechende Änderung des Sozialgesetzbuchs V hat der Bundestag in dieser Woche beschlossen.

Mit dem Beschluss des Haushaltsausschusses werden auch im kommenden Jahr 585.000 Euro für den organisatorischen Überbau des Projekts zur Verfügung gestellt. Der Betrag entspricht der Höhe des Vorjahres. Damit ist die Übergangsfinanzierung zwischen auslaufender Projektfinanzierung und der Umsetzung der Gesetzesänderung gewährleistet.

„Dieses Präventionsprojekt verdient eine verlässliche Unterstützung. Wenn sich betroffene Menschen freiwillig in Therapie begeben, muss es ausreichend Plätze geben. Wir müssen alles tun, um Kinder vor sexuellen Übergriffen zu schützen.“

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