Sportliche Aktivitäten in dicht besiedelten Gebieten sind künftig in größerem Umfang zulässig. Der Bundestag hat jetzt die Vorschriften zum Lärmschutz gelockert und die „Sportanlagenlärmschutzverordnung“ geändert. „Davon profitieren besonders Sportvereine in eng bebauten Gegenden wie in unserem Bezirk. Die Kinder können sich beim Sport dann künftig noch mehr austoben. Der Torjubel auf unseren Bolzplätzen darf jetzt ein bisschen lauter sein“, freut sich Tempelhof-Schöneberger Bundestagsabgeordnete Dr. Jan-Marco Luczak (CDU).

Um den Spielbetrieb auf Sportanlagen zu fördern, werden die Immissionsrichtwerte für die Ruhezeiten von 20 bis 22 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 13 bis 15 Uhr an die tagsüber geltenden Werte angepasst und um fünf Dezibel erhöht. Die Ruhezeiten bleiben erhalten. Ferner soll der Sportbetrieb auf Anlagen, die bereits vor 1991 genehmigt oder zulässigerweise ohne Genehmigung errichtet worden sind, rechtlich besser abgesichert werden – sofern sie danach nicht wesentlich geändert wurden. Auch können die Abstände zwischen Sportanlagen und Wohnbebauung künftig in etwa halbiert werden.

„Unsere Städte wachsen und die Menschen gerade in Berlin rücken immer enger zusammen. Deshalb müssen wir darauf achten, dass die Bedürfnisse aller Bürger in einen fairen Ausgleich gebracht werden. Dazu zählt der Lärmschutz ebenso wie die Möglichkeit, Sport zu treiben. Gerade für Kinder und Jugendliche ist das sehr wichtig. Der Schutz vor erheblichen Belästigungen durch die Geräusche von Sportanlagen bleibt auch mit den neuen Grenzwerten gewahrt“, sagt Luczak.

Mit der Neuregelung der Ruhezeiten solle die wohnortnahe Sportausübung gefördert und die oft ehrenamtliche Arbeit der Vereine erleichtert werden.

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