„Ich begrüße es sehr, dass wir Ermittlern endlich alle rechtsstaatlich verfügbaren Mittel zur Aufklärung und Verfolgung von Kindesmissbrauch und Kinderpornographie an die Hand. Wer im Netz Kinder sexuell belästigt, wird bestraft. So regelt es das Gesetz bereits heute. Künftig soll aber auch bestraft werden, wer bei dem sogenannten Cybergrooming Ermittlern schon beim Versuch ins Netz geht, mit Kindern in Kontakt zu treten.

Auf Druck der Union wurde daher im Koalitionsvertrag vereinbart, die Versuchsstrafbarkeit des Cybergroomings, der gezielten Kontaktaufnahme von Erwachsenen zu Minderjährigen im Internet zur Anbahnung sexueller Kontakte, einzuführen. „Es ist gut, dass die SPD endlich ihren Widerstand aufgeben hat und wir nun entschlossen gegen Kinderpornographie und Kindesmissbrauch vorgehen können“, sagt Luczak. Denn die Täter nutzen schamlos die Anonymität des Internets und geben sich als Kinder oder Jugendliche aus. Das ist bislang noch nicht strafbar, wenn der Täter lediglich glaubt, mit einem Minderjährigen zu schreiben, tatsächlich aber mit einem Erwachsenen, etwa mit der Mutter, dem Vater oder einem Polizeibeamten, kommuniziert. „Mit dem neuen Gesetz werden wir das ändern, denn es darf keine Rolle spielen, ob das mögliche Opfer tatsächlich ein Kind ist oder nicht“, erklärt der rechtspolitische Sprecher Luczak. „Neben der Einführung der Versuchsstrafbarkeit beim Cybergrooming sind für den Schutz der Kinder allerdings noch weitere Ansatzpunkte wichtig - wie beispielsweise die Erhöhung des Strafrahmens für den Besitz von Kinderpornographie“, so Luczak.

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