Gerade einmal ein halbes Jahr her ist es, da eröffnete der Bundestagsabgeordnete Jan-Marco Luczak (CDU) das Regenbogenfamilienzentrum in seinem Tempelhof-Schöneberger Wahlkreis. Jetzt ist das Regenbogenfamilienzentrum zu einem der 100 „ausgezeichneten Orte im Land der Ideen“ gewählt worden und hat es zudem unter die zehn Finalisten der Publikumslieblinge geschafft. Die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ ist eine gemeinsame Initiative der Bundesregierung und der deutschen Industrie und wirbt seit 2005 erfolgreich für den Standort Deutschland.

Zur Preisverleihung

Anlässlich der Preisverleihung an das Regenbogenfamilienzentrum betont Luczak: „Familien mit gleichgeschlechtlichen Eltern haben die gleichen Probleme, Sorgen und Nöte wie verschiedengeschlechtliche. Auch sie benötigen Hilfe bei der Bewältigung ihres Alltags. Die bunte Vielfalt, die wir in Berlin und in Tempelhof-Schöneberg haben, ist mit dem Regenbogenfamilienzentrum ein Stück mehr zur gesellschaftlichen Normalität geworden.“

Besonders hebt Luczak den Erfolg und die Akzeptanz des Regenbogenfamilien-zentrums hervor. Über 300 Menschen haben sich mittlerweile im Regenbogenfamilien-zentrum beraten lassen. Die Gruppen und offenen Nachmittage erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Auf Initiative der Interessenten haben sich zudem einige neue Gruppen gegründet. Es gibt seit Kurzem eine Vätergruppe und eine Schwangerengruppe. „Dies alles belegt, wie groß die Nachfrage ist und zeigt, dass das Regenbogenfamilienzentrum eine Lücke in der Familienberatung schließt“, so Luczak.

Nicht stehen bleiben, sondern Gleichstellung weiter voranbringen

Mit Blick auf die laufenden Koalitionsverhandlungen macht Luczak aber deutlich, dass man beim Thema Gleichstellung nicht stehen bleiben dürfe. Nachdem nach intensiven Diskussionen im Sommer endlich die steuerliche Gleichstellung umgesetzt worden ist, steht jetzt vor allem das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften im Fokus: „Für mich ist dabei klar, dass bei der Frage der Adoption immer das Kindeswohl den Ausschlag geben muss und nicht das Geschlecht der Eltern“, hebt Luczak hervor.

Vor dem Hintergrund der Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts zur Sukzessivadoption durch eingetragene Lebenspartner sagt Luczak: „Für mich ist das nicht allein eine juristische Frage, sondern vor allem eine politische Entscheidung. Ich finde, dass wir als Gesetzgeber unseren Auftrag zu politischer Gestaltung ernst- und daher wahrnehmen sollten. Im Verfassungsgefüge unseres gewaltengeteilten Staates sollten wir uns nicht hinter zu erwartenden Entscheidung des BVerfG verstecken, sondern selbstbewusst Position beziehen. Das gilt auch für Adoptionen durch eingetragene Lebenspartner.“

Hintergrund

Jan-Marco Luczak setzt sich seit Jahren für eine Gleichstellung von Schwulen und Lesben ein und ist einer der Wortführer der sogenannten „Wilden 13“ innerhalb der CDU/CSU-Fraktion, die sich für die steuerliche Gleichstellung stark gemacht haben. Luczak ist regelmäßiger Gast beim Christopher Street Day, auf dem schwul-lesbischen Motzstraßenfest und unterstützt etwa das schwule Anti-Gewaltprojekt MANEO. Vom Bundestag wurde er in das Kuratorium der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld gewählt. Zweck der Stiftung ist vor allem, gesellschaftlicher Diskriminierung homosexueller Frauen und Männer in Deutschland entgegenzuwirken.

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