Das Ziel „Mehr Frauen in Führungspositionen“ ist mir ein wichtiges Anliegen, das ich mit allem Nachdruck unterstütze. Der derzeitige Anteil von Frauen in leitenden Positionen in deutschen Unternehmen ist unzureichend – er spiegelt nicht wider, dass wir in Deutschland weit aus mehr hervorragend qualifizierte Frauen haben. Enorme Potentiale werden so nicht gehoben. Das muss sich ändern. Auch wenn die Ursachen sicherlich vielschichtig sind, bleibt festzuhalten, die bisherigen Bemühungen von Politik und Wirtschaft haben leider nicht den gewünschten Erfolg gezeitigt. Um unseren verfassungsrechtlich in Artikel 3 Abs. 2 GG festgeschriebenen Auftrag umzusetzen, sind wir derzeit damit befasst, in einem breiten und fraktions-übergreifenden Bündnis Regelungen zu finden, die diesem Ziel am besten Rechnung tragen. Denn für das Ziel „Mehr Frauen in Führungspositionen“ ist nach meiner Überzeugung ein breiter Schulterschluss über Partei- und Fraktionsgrenzen hinweg erforderlich. Ein solches Bündnis und die Erarbeitung einer tragfähigen Lösung lassen sich nicht übers Knie brechen und erfordern Zeit und Konzentration. Die von Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder MdB konzipierte Flexiquote ist dabei ein wichtiges Element. Der Gesetzentwurf der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zur geschlechtergerechten Besetzung von Aufsichtsräten (Drs. 17/3296, 17/6527) und der Antrag der Fraktion der SPD „Quotenregelung für Aufsichtsräte und Vorstände gesetzlich festschreiben“ (Drs. 17/4683, 17/6527) schaden zum jetzigen Zeitpunkt dieser Initiative und einer gemeinsamen Lösung, die von Wirtschaft und Gesellschaft akzeptiert und auch tatsächlich umgesetzt werden kann. Deswegen stimme ich gegen besagten Gesetzentwurf und erwähnten Antrag.

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