Der Tempelhof-Schöneberger Bundestagsabgeordnete Jan-Marco Luczak hat sich in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und im Deutschlandlandradio für mehr Frauen in Führungspositionen ausgesprochen – zur Not müsste dies mit einem einen fraktionsübergreifenden Gruppenantrag zur gesetzlichen Frauenquote verfolgt werden. „Wir haben zehn Jahre auf Freiwilligkeit gesetzt. Das hat fast nichts gebracht“, sagte Luczak der Zeitung.

Der Frauenanteil in den Vorständen der größten Top 200-Unternehmen sei in den vergangenen Jahren nur marginal gewachsen. 2006 habe er bei 1,2 Prozent - 2010 bei gerade einmal mageren 3,2 Prozent gelegen. Es sei beschämend für Deutschland, sagte Luczak im Deutschlandradio, dass Deutschland sich beim Frauenanteil in den Vorständen börsennotierter Unternehmen mit nur zwei Prozent mit Indien den letzten Platz teile.
Wenn man also feststelle, dass sich in den deutschen Chefetagen in Sachen Frauenquote über die vergangenen Jahre hinweg fast nichts getan habe, dann müsse der Gesetzgeber handeln. Nicht zuletzt sei es auch ein verfassungsrechtliches Gebot, für mehr Gleichberechtigung zu sorgen, so Luczak.

Luczak hat als einer von drei männlichen CDU-Abgeordneten die „Berliner Erklärung“ unterschrieben, in der Politikerinnen und Politiker aller Fraktionen eine Frauenquote von 30 Prozent für Aufsichtsräte fordern.

Hier der Link zum Artikel in der F.A.S. vom 25. März 2012.
Hier der Link zum Interview im Deutschlandradio am 26. März 2012.
Hier der Link zur Berliner Erklärung.

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