Mit dem 16 Kilometer langen Streckabschnitt zwischen den Bahnhöfen Berlin Südkreuz und Blankenfelde wird die Hauptstadt an den Flughafen BER angebunden. Hierbei wurde symbolisch das letzte Stück der Schallschutzwand durch Lichtenrade eingehoben. Den meisten Lichtenradern war an diesem Tag aber keineswegs zum Feiern zumute, insbesondere nicht der Bürgerinitiative Dresdner Bahn und Dr. Jan-Marco Luczak, dem Bundestagsabgeordneten für Tempelhof-Schöneberg: „20 Jahre lang haben wir gemeinsam für eine Tunnellösung gekämpft. Heute wird unser Ortsteil durch meterhohe Schallschutzwände in zwei Teile gespalten, Lärm und Erschütterungen werden die Lebensqualität der Menschen massiv beeinträchtigen. Das ist ein schwarzer Tag für Lichtenrade“ so Luczak.
Dabei hätte alles anders kommen können: „Der Tunnel war zum Greifen nahe – eine Lösung ist letztlich daran gescheitert, dass sich das Land Berlin nie klar und unmissverständlich für einen Tunnel eingesetzt hat. Stattdessen hat es diesen sogar unter Hinweis auf Kosten und Zeit öffentlich in Frage gestellt. Alle Gespräche mit Bahn und Bundesverkehrsministerium konnten wegen dieser Haltung Berlins am Ende nicht zum Erfolg führen. Dafür trägt wesentlich Michael Müller als damaliger Stadtentwicklungssenator und jetziger Regierender Bürgermeister die Verantwortung“ zeigte sich Luczak enttäuscht. Politik von Menschen für Menschen sehe anders aus, die Menschen wollten mit ihrem Protest zeigen, dass dies ein schwarzer Tag für Lichtenrade sei.

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