Die CDU wehrt sich massiv gegen die drohende Schließung des Gemeinschaftshaus‘ am Lichtenrader Damm. „Hände weg vom Gemeinschaftshaus, Frau Schöttler!“, warnt Dr. Jan-Marco Luczak, Lichtenrader Bundestagsabgeordneter und CDU-Ortsvorsitzender. Im Entwurf des Haushaltsplanes für Tempelhof-Schöneberg schlägt die SPD-Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler die „Aufgabe des Gemeinschaftshaus Lichtenrade und/oder perspektivisch auch Briesingstraße“ vor, um Kosten zu sparen.

„Die Pläne der Bezirksbürgermeisterin sind ein Schlag ins Gesicht der vielen ehrenamtlichen Vereine, die das Haus regelmäßig für Konzerte, Auftritte und Veranstaltungen nutzen“, erklärt Luczak. Er verweist auf die großen Benefizkonzerte der AG Bahnhofstraße, internationale Turniere des Schachclubs, die Konzerte des Vereins ‚Jazz für alle‘ und die Seniorenfreizeitstätte sowie die Auftritte des Kindermusiktheaters. „Die Einrichtung ist das kulturelle Herz von Lichtenrade – und wir werden als CDU auf allen Ebenen im Bezirk gegen die Schließung kämpfen“, sagt Luczak. Gerade der große Saal des Hauses sei für Veranstaltungen aller Art besonders gut geeignet.

„Wir werden nicht zulassen, dass die Lichtenrader jetzt die verfehlte Finanzpolitik von Rot-Grün im Bezirk ausbaden müssen. Als Frau Schöttler ihr Amt übernommen hat, verfügte der Bezirk über finanzielle Reserven von etwa 17 Millionen Euro. Über Jahrzehnte gewachsene Strukturen in den Ortsteilen dürfen nicht zerstört werden, nur um kurzfristig Haushaltslöcher zu stopfen“, so Luczak.

Auch eine mögliche Schließung der Bezirkseinrichtungen in der Briesingstraße, wo auch ein Bürgeramt untergebracht ist, sieht Luczak kritisch. „Die Verwaltung sollte bürgernah und erreichbar bleiben. Das gilt für ältere Menschen ebenso wie für Berufstätige, die nicht wegen einfachen Behördenangelegenheiten jedes Mal durch die halbe Stadt fahren können“, sagt Luczak.

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