Der Tempelhof-Schöneberger Bundestags-abgeordneter Dr. Jan-Marco Luczak hat am Samstag, den 25. Februar 2012 die Mieter der John-Locke-Siedlung in Lichtenrade bei ihrem Protest gegen die von STADT UND LAND geplante Stilllegung ihrer Müllschlucker unterstützt. Die Resonanz war sehr gut: Trotz der kalten Witterung versammelten sich auf seinen Aufruf hin rund 70 Mieter und wollten bei der Postkartenaktion helfen.

Zur Protestaktion brachte Luczak rund 2.500 Postkarten mit und verteilte sie mit einem Infoschreiben an die Mieter. Die Karten sind an das Mieterbüro der STADT UND LAND adressiert und fordern die Gesellschaft auf, die Müllschlucker beizubehalten - entsprechend der Berliner Bauordnung nach § 46 Abs. 3 Satz 4, der einen Weiterbetrieb ausdrücklich zulässt. Die Nachfrage nach den Postkarten war riesengroß – sie wurden Luczak regelrecht aus den Händen gerissen: Viele Mieter wollten die Karten eigenhändig an Nachbarn verteilen.

Gegenüber Luczak sprachen sich die Mieter, darunter viele ältere und gehbehinderte Menschen, übereinstimmend für eine Beibehaltung ihrer Abfallschächte aus. Dafür würden sie auch etwaige höhere Betriebskosten in Kauf nehmen.

Die Mieter argumentierten, dass eine Stilllegung der Müllschlucker das Alltagsleben vor allem älterer Menschen erheblich beeinträchtigen würde, wenn diese nämlich lange Wege zu den Mülltonnen machen müssten. Zusätzlich würden sich auch die hygienischen Zustände im Haus verschlechtern, Müll bliebe beispielweise in den Fluren oder Fahrstühlen liegen. Aus Empörung über die geplante Abschaffung der Müllschlucker gab es Rufe wie: "Dann schmeiß ich meinen Müll eben aus dem Fenster!".

Der CDU-Bundestagsabgeordnete machte noch einmal deutlich, dass er sehr für Umweltschutz und Mülltrennung sei. STADT UND LAND müsse dafür aber auch die Voraussetzungen schaffen. Die Mieter müssten bei solchen Entscheidungen mitgenommen und es dürfe nicht über ihren Kopf hinweg entschieden werden.

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