Der 18-jährige Jurastudent an der Humboldt-Universität hat schon einige politische Erfahrungen vorzuweisen. Er ist seit Dezember letzten Jahres Kreisvorsitzender der Schüler Union in Tempelhof-Schöneberg und seit März 2019 stellvertretender Landesvorsitzender der Schüler Union Berlin. Aktuell arbeitet er als studentischer Mitarbeiter im Berliner Abgeordnetenhaus im Hauptausschuss.

„Die politische Arbeit und das Engagement von Yannick Schmitz kenne ich aus der Schüler Union in Tempelhof-Schöneberg sehr gut. Es freut mich daher, dass Yannick nun die Möglichkeit hatte, beim Planspiel im Bundestag Erfahrung zu sammeln. Jugendliche und junge Erwachsene wollen gehört werden und mitreden, gerade wenn es um ihre Zukunft geht – das zeigen nicht nur die Schülerproteste unter dem Motto ‚Fridays for future‘. Auch Veranstaltungen wie ‚Jugend und Parlament‘ tragen dazu bei, junge Menschen für Politik und eine lebendige Demokratie zu begeistern. Das ist heute, angesichts der oft ideologisch geführten Debatten in unserer Gesellschaft, wichtiger denn je“, betont Dr. Jan-Marco Luczak, der direkt gewählte Bundestagsabgeordnete für Tempelhof-Schöneberg.

In den vier Tagen lernten Jugendliche aus ganz Deutschland die Arbeit der Abgeordneten in den Sälen des Deutschen Bundestages kennen, sei es in den Fraktionen, den Landesgruppen, den Ausschüssen oder im Plenum. Auf der politischen Agenda standen verschiedene Themen, wie beispielsweise ein Auslandseinsatz der Bundeswehr in Westafrika, die Einführung von Pfand auf Kaffeebecher, die Herabsetzung des Wahlalters bei der Bundestagswahl sowie die Entpersonalisierung von Bewerbungsunterlagen.

Harte Debatten mit viel Leidenschaft

Yannick Schmitz erlebte vier intensive Parlamentstage und heiße Debatten um fiktive Gesetzentwürfe. „Ich habe zwar schon öfter Reden mit Anzug und Krawatte vor einem kleinen Publikum gehalten, aber noch nie unter dem deutschen Bundesadler – das war mein persönliches Highlight. Außerdem war es aufregend zu sehen, wie nah das Planspiel an der Realität ist! Die Protestaktion von ‚Fridays for future‘ gegen die aktuelle Klimapolitik während der Rede von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble sei zwar richtig, da mehr für den Klimaschutz getan werden muss“, erklärte Schmitz. „Gleichermaßen wurde mir deutlich, dass viele Jugendliche mit hohen Idealvorstellungen ohne jegliche Kompromissbereitschaft an Themen rangehen, wodurch das Ringen um gemeinsame Positionen am Ende des Tages sehr schwierig war", so Schmitz.

Zudem seien es arbeitsreiche Tage mit einem straffen Programm gewesen. Bei Yannick Schmitz klingelte täglich 5.30Uhr der Wecker. Dennoch zeigte sich der Nachwuchspolitiker begeistert und brachte es auf den Punkt „Jugend und Parlament muss man einmal erlebt haben“ und betonte, dass er auf jeden Fall Respekt vor den Politikern dazugewonnen habe, mit welchem hohen Arbeitspensum sie umgehen müssen.

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