Frauen in Chefetagen von Unternehmen, das ist in Deutschland leider immer noch ein viel zu seltenes Bild. Das liegt unter anderem daran, dass Organpflichten und damit Haftungsrisiken etwa aus einem Vorstandsmandat auch bei längeren Abwesenheiten wie Mutterschutz oder Elternzeit weiterlaufen. Ein unhaltbarer Zustand findet Jan-Marco Luczak. Gemeinsam mit der Initiative #stayonboard hat er sich dafür eingesetzt, dass das Gesellschaftsrecht endlich familienfreundlicher wird. „Der jetzt vereinbarte echte Anspruch auf eine familienbedingte Auszeit ist ein riesiger Schritt in Richtung Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, so Luczak.

„Die antiquierten und familienfeindlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen im Gesellschaftsrecht werden nun endlich geändert“, erläutert Luczak. „Babypause, Mutterschutz oder eine Auszeit für einen Manager, der einen Angehörigen pflegen möchte, all das war bisher nicht möglich. Insbesondere Frauen blieb daher bisher oftmals nur die Niederlegung des Mandats oder sich von vornherein gegen eine Karriere in der Unternehmensführung zu entscheiden“, so Luczak weiter.

Das wird jetzt anders. „Mit der jetzt beschlossenen Anpassung des Gesellschaftsrechts haben wir einen echten Anspruch auf eine familienbedingte Auszeit geschaffen. Das ist ein riesiger Schritt in Richtung Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Initiative #stayonboard wird damit Gesetz“, sagt Luczak. „Uns war wichtig, dass die familienbedingte Auszeit als echter gesetzlicher Anspruch ausgestaltet wird und nicht im Ermessen des Unternehmens steht. Das haben wir gegen die SPD durchgesetzt“, erläutert Luczak. „Damit stärken wir die Rechtsposition von Müttern und Vätern nachhaltig. Während der Auszeit werden sie von Haftungsrisiken weitgehend entbunden, gleichzeitig sichern wir ihnen den Wiedereinstieg zu. Mit dem Gesetz bereiten wir den Weg für einen echten Kulturwandel in den Führungsetagen deutscher Unternehmen. Wir stärken die Chancengleichheit und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch in den Chefetagen“, so Luczak weiter.

Über das neue Gesetz berichtete unter anderem auch das Handelsblatt.

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