Schon länger besteht stadtauswärts eine Lücke im Fahrradweg auf dem Lichtenrader Damm. Es ist gut, dass diese nun endlich geschlossen werden soll. Allerdings gehen dabei die Vorschläge weit auseinander. Nach dem Vorschlag der Grünen sollen weit mehr als 120 Parkplätze für den Radweg geopfert werden. Die CDU-Fraktion in der BVV Tempelhof-Schöneberg hat dagegen eine Alternative vorgeschlagen, die Rad- und Autofahrern gleichermaßen gerecht wird. Dabei wird sie von Jan-Marco Luczak, selbst Lichtenrader, unterstützt.

„Dass die Lücke im Radweg zwischen Goethe- und Grimmstraße in Richtung Süden auf dem Lichtenrader Damm geschlossen werden soll ist gut und richtig. Der Streckenabschnitt gehört für viele Kinder und Jugendliche der Carl-Zeiss-Oberschule, des Georg-Büchner-Gymnasiums und der Theodor-Haubach-Oberschule zum täglichen Schulweg. Hier schaffen wir mit einem neuen Radweg mehr Sicherheit“, sagt Jan-Marco Luczak, direkt gewählter Bundestagsabgeordneter für Tempelhof-Schöneberg.

Für die Grünen im Bezirk ist die Sachlage klar, für den neuen Radweg kommt nur eine Lösung in Frage: die bisherige Parkspur stadtauswärts zwischen Goethestraße und Grimmstraße muss geopfert werden. Folge: Über 120 Parkplätze fallen ersatzlos weg. Dabei gibt es Alternativen. „Als CDU haben wir vorgeschlagen, einen Radweg auf dem Mittelstreifen zu errichten. Dieser hätte dann sogar bis zum Kirchhainer Damm reichen können. Damit hätten wir zu erheblich mehr Sicherheit beigetragen, weil dann auch keine Ein- und Ausfahrten mehr zu beachten gewesen wären. Hier kommt es ja oft zu Unfällen. So hätten wir das berechtigte Anliegen der Anwohner, ihre Parkplätze zu erhalten, berücksichtigt und gleichzeitig einen großen Sicherheitsgewinn für Fahrradfahrer erzielen können“, erläutert Luczak.

Ein entsprechender Antrag der CDU-Fraktion wurde von der Zählgemeinschaft aus SPD und Grünen in der Bezirksverordnetenversammlung jedoch abgelehnt, kritisiert Luczak: „Viele ältere und gehbehinderte Menschen sind auf die wohnungsnahen Parkplätze angewiesen. Sie müssten andernfalls zum Teil einen großen Umweg in Kauf nehmen, um an ihre Wohnung zu gelangen. Auch die Geschäftstreibenden und deren Lieferverkehre stehen ohne die Parkplätze vor großen Herausforderungen. Dass SPD und Grüne unseren Vorschlag abgelehnt haben, zeigt nur, dass diese an pragmatischen Lösungen offensichtlich nicht interessiert sind. Das kann ich nicht verstehen. Statt Ideologie und gegeneinander brauchen wir mehr Miteinander. Das gilt in der Politik, aber auch für Radfahrer und Autofahrer.“

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