Schon lange wird um die Anlegung eines Fahrradweges am Tempelhofer Damm gerungen. Nun soll es plötzlich ganz schnell gehen – ohne dass die Bürger richtig beteiligt wurden. Zwei Radspuren in beide Fahrtrichtungen von fast drei Metern Breite sollen entstehen. Als Folge würden auf der Geschäftsstraße hunderte Parkplätze ersatzlos entfallen. Die CDU-Fraktion in der BVV Tempelhof-Schöneberg will dagegen den Ausbau von Fahrradnebenrouten vorantreiben, um die bereits durch Corona gebeutelten Händler am TeDamm nicht noch weiter durch den Wegfall von Parkplätzen zu belasten. Dabei wird sie von Jan-Marco Luczak, direkt gewählter Bundestagsabgeordneter von Tempelhof-Schöneberg, unterstützt.

„Dass wir in Tempelhof Lücken im Radwegnetz schließen und den Ausbau von sicheren Radwegen vorantreiben und damit verkehrspolitische Alternativen schaffen, ist gut und richtig. Dabei dürfen wir aber die Interessen der unterschiedlichen Verkehrsteilnehmer, der Anwohner und der Gewerbetreibenden nicht gegeneinander ausspielen. Wir wollen Lösungen, die auf ein Miteinander und nicht auf ein Gegeneinander setzen“, sagt Jan-Marco Luczak, direkt gewählter Bundestagsabgeordneter für Tempelhof-Schöneberg. „Viele ältere und gehbehinderte Menschen sind auf die Parkplätze angewiesen. Sie müssten andernfalls zum Teil große Umwege in Kauf nehmen. Das gilt auch für die Pflege- und Versorgungsdienste, auf die diese Menschen angewiesen sind. Auch die Geschäftstreibenden und deren Lieferverkehre stehen ohne die Parkplätze vor großen Herausforderungen“, so Luczak weiter.

Geht es nach den Plänen der Grünen im Bezirk, ist die Sache hingegen klar: Der Tempelhofer Damm bekommt einen zweispurigen Radweg in beide Fahrtrichtungen von fast drei Metern Breite. Die Parkplätze – rund 300 an der Zahl – entfallen. Engpässen beim Parken sollen durch eine umfassende Parkraumbewirtschaftung in nahezu ganz Tempelhof bis zur Lindenhof-Siedlung und der Marienhöhe entgegen gewirkt werden. Lieferverkehre sollen im Nahbereich zudem zukünftig auf Lastenräder übertragen werden. Dabei gibt es Alternativen. „Seit Jahren liegt ein Fahrradnebenroutenkonzept der CDU für Tempelhof und für den gesamten Bezirk vor. Dabei sollen die Straßenzüge zwischen Tempelhofer Damm und Manteuffelstraße so hergerichtet werden, dass das Fahrradfahren dort attraktiver und sicherer wird. Statt Ideologie und Gegeneinander brauchen wir mehr Miteinander. Das gilt in der Politik, aber auch für Radfahrer und Autofahrer“, so Luczak. Über den Antrag der CDU soll Ende März in der BVV abgestimmt werden.

Durchgesetzt hat die CDU Tempelhof-Schöneberg in der BVV aber bereits, dass Anwohner sowie Gewerbetreibende angemessen in die weiteren Planungen miteinbezogen werden und einzelne Maßnahmen der BVV vorab zum Beschluss vorgelegt werden müssen. „Derart wichtige und weitreichende Entscheidungen dürfen nicht über die Köpfe der Betroffenen hinweg entschieden werden. Bürgerbeteiligung darf kein leeres Wort sein. Das hat die CDU Tempelhof-Schöneberg sichergestellt“, bekräftig Luczak.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der CDU Tempelhof-Schöneberg.

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