Im Jahr 2020 ist die Zahl der hassmotivierten Straftaten gegen Homo- und Transsexuelle erneut angestiegen. Danach gab es insgesamt 782 Straftaten - davon 154 Gewalttaten - die sich gegen die sexuelle Orientierung von Menschen richtete. Das ist ein Anstieg von mehr als einem Drittel gegenüber 2019. Für Dr. Jan-Marco Luczak, direkt gewählter Bundestagsabgeordneter von Tempelhof-Schöneberg und rechtspolitischer Sprecher der Union, ein unhaltbarer Zustand. Er fordert daher am heutigen Internationalen Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie (IDAHOBIT) endlich ein starkes Zeichen gegen Hass und Diskriminierung zu setzen und Artikel 3 Absatz 3 des Grundgesetzes um das Merkmal der „sexuellen Identität“ zu ergänzen.

„In Deutschland werden Schwule und Lesben angefeindet. Einfach nur, weil sie so sind wie sie sind. Ich finde das unerträglich. Wir müssen jetzt handeln und ein klares Zeichen setzen: Kein Mensch darf in unserem Land aufgrund seiner sexuellen Identität ausgegrenzt, verfolgt oder diskriminiert werden.

Dafür ist unsere Verfassung der richtige Ort. Dort sind die unsere Rechts- und Gesellschaftsordnung prägenden Werte und Prinzipien niedergelegt. Deswegen kämpfe ich dafür, Artikel 3 Absatz 3 des Grundgesetzes um das Merkmal der „sexuellen Identität“ zu ergänzen. Die Ergänzung des Gleichheitsartikels wäre ein sichtbares Bekenntnis zu einer offenen und freiheitlichen Gesellschaft, in der LGBTIQ selbstverständlich dazugehören und in der sie angst- und diskriminierungsfrei leben können. Mit der Ergänzung von Art. 3 Abs. 3 GG sichern wir das bisher Erreichte bei Gleichstellung und Schutz gegen Diskriminierung verfassungsrechtlich ab. Reaktionären und rückwärtsgewandten Kräften - die im Deutschen Bundestag und in vielen Landtagen viel zu zahlreich vertreten sind - schieben wir damit einen Riegel vor."

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