Offizielle Zahlen bestätigen, dass die Zahl der Spielhallen in Berlin sinkt - in Tempelhof-Schöneberg hat sie sich im Vergleich zu 2018 fast halbiert. Waren es im Jahr 2018 noch 46 Spielhallen, liegt die Zahl heute noch bei 24. Die Entwicklung geht auf das Spielhallengesetz der CDU zurück, das schon vor zehn Jahren - zu Zeiten der Großen Koalition in Berlin - verabschiedet worden ist.

„Spielhallen und Wettbüros sind ein großes Ärgernis. Dort werden mit der Spielsucht von oftmals jungen Menschen Geschäfte gemacht, vielerorts gibt es begleitende Kriminalität und die Attraktivität von Geschäftsstraßen leidet spürbar. Der zunehmenden Ausbreitung von Spielhallen wollten wir als CDU daher einen Riegel vorschieben“, so Dr. Jan-Marco Luczak. Das Spielhallengesetz sieht hohe Hürden für die Genehmigung von Spielhallen, fest vorgeschriebene Mindestabstände der Spielhallen zueinander und hohe Geldstrafen bei Verstößen vor. Auch zu Schulen oder Jugendeinrichtungen müssen sie einen Abstand von 500m wahren.

Die Präsenz von Spielhallen in Tempelhof-Schöneberg wird jedoch oft anders wahrgenommen. „Auch ich persönlich habe manchmal den Eindruck, dass sich fast an jeder Ecke eine Spielhalle oder ein Wettbüro befindet. Hier muss energisch gegengesteuert und die Kontrollen erhöht werden. Wir müssen scharf kontrollieren, ob wirklich alle Anmeldungen vorgenommen und zum Beispiel Mindestabstände zu Schulen eingehalten werden. Ich erwarte von der neu gewählten Stadträtin Saskia Ellenbeck und dem neuen Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann, dass auch sie sich dem Kampf gegen die Spielsucht verschreiben und das Spielhallengesetz der damaligen Großen Koalition auch hier in Tempelhof-Schöneberg konsequent durchsetzen.“, so Luczak.

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