Die Corona-Pandemie hat die Unternehmen in Deutschland hart getroffen. Viele sind unverschuldet in eine wirtschaftliche Schieflage geraten. Jan-Marco Luczak setzt sich daher seit langem dafür ein, dass den Unternehmen frühzeitig eine rasche Sanierung ermöglicht und so eine echte Perspektive gegeben wird. Viele dieser Forderungen wurden nun im Gesetzentwurf zur Fortentwicklung des Sanierungs- und Insolvenzrechts aufgenommen, welches in dieser Woche im Bundestag diskutiert wurde.

"Mit der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bei Fällen der Überschuldung im Zuge der Corona-Krise bis zum Jahresende haben wir Unternehmen rasch und unbürokratisch geholfen und Luft verschafft“, erläutert Luczak. „Wir dürfen den Selbstreinigungsprozess des Marktes aber nicht dauerhaft ausschalten. Über zahlungsunfähige Unternehmen, die unabhängig von Corona nicht gesund sind und keine wirtschaftliche Perspektive haben weiter die schützende Hand des Staates zu halten, wäre ein falsches Signal. Wichtig ist jetzt, Unternehmen, die in eine finanzielle Schieflage geraten sind, frühzeitig eine Sanierung zu ermöglichen und ihnen damit eine echte Fortführungsperspektive zu geben“, so Luczak weiter.

„Als Union fordern wir daher schon lange Änderungen im materiellen Insolvenzrecht und die Einführung eines vorinsolvenzlichen Restrukturierungsverfahrens auf Basis der entsprechenden europäischen Richtlinie. Damit würde der Spielraum für Unternehmen in der Krise um zentrale neue Instrumente erweitert, wie beispielsweise die Stärkung der Eigenverwaltung, den verbesserten Schutz vor Einzelvollstreckungsmaßnahmen oder die Möglichkeit für umfassende Moratorien. Das Bundesjustizministerium hat hierzu nun endlich einen Gesetzentwurf in das parlamentarische Verfahren eingebracht, in dem viele unserer Forderungen aufgegriffen wurden. Die Zeit drängt, denn viele Unternehmen brauchen jetzt unsere Hilfe. Wir hätten uns daher seitens des SPD-Justizministeriums eine frühere Vorlage des Gesetzentwurfs gewünscht, um das Gesetz noch sicher bis zum Jahresende auf den Weg zu bringen“, so Luczak.

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