Die Union setzt sich seit langem für besseren Schutz von Kindern gegen sexuellen Missbrauch ein. Auf nachhaltigen Druck der Union hat die Bundesjustizministerin im August nun endlich einen Gesetzentwurf vorgelegt, wonach unter anderem der sexuelle Missbrauch von Kindern härter bestraft werden soll. Umso unverständlicher ist es, dass Handel und Besitz von so genannten Kindersexpuppen in Deutschland bislang straffrei sind. Jan-Marco Luczak will das ändern und setzt sich für ein entsprechendes Verbot ein.

Täuschend echt sehen sie aus, die kindlichen Sexpuppen, die in den meisten Fällen in Asien hergestellt und im Netz angeboten werden. Ihre Körper und Gesichtszüge sind ganz bewusst denen eines Kindes nachempfunden. Körpergröße, Haarfarbe und andere Details werden nach Wunsch der Kunden hergestellt. Und das alles ganz legal – denn weder die Herstellung oder der Vertrieb noch der Verkauf oder der Besitz dieser Kinderattrappen sind in Deutschland strafbar. Eine gefährliche Lücke, denn die Nutzung dieser Kindersexpuppen verharmlost den sexuellen Umgang mit Kindern und kann dazu führen, dass bei potentiellen Tätern die Hürde zum realen Missbrauch sinkt.

„Es ist absolut unverständlich und nicht hinnehmbar, dass wir auf der einen Seite die Gesetze gegen den Missbrauch von Kindern verschärfen, auf der anderen Seite aber potentiellen Tätern mit den Kindersexpuppen eine Eintrittspforte in die widerliche Welt des sexuellen Missbrauchs von Kindern offen lassen“, findet Jan-Marco Luczak, rechtspolitischer Sprecher der CDU/CSU. Pädokriminelle würden durch die Nutzung von Kindersexpuppen desensibilisiert und der sexuelle Missbrauch von Kindern würde quasi eingeübt, erläutert Luczak. Er fordert daher ein umfassendes und rasches Verbot von Kindersexpuppen und unterstützt damit eine Initiative der Gruppe der Frauen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

„Kindesmissbrauch ist eines der widerlichsten Verbrechen, das man sich vorstellen kann. Die Seele von Kindern wird auf das Schwerste verletzt. Wir müssen alles dafür tun, dass es gar nicht erst so weit kommt und Kinder nicht zu Opfern werden. Dafür ist das Verbot von Kindersexpuppen ein weiterer und wichtiger Schritt, der jetzt rasch umgesetzt werden muss“, so Luczak.

Im Bundesjustizministerium hat man dem Thema Kindersexpuppen bisher leider wenig Aufmerksamkeit geschenkt, das will Luczak jetzt ändern. Er hat die Bundesjustizministerin aufgefordert, rasch einen entsprechenden Gesetzesentwurf auf den Weg zu bringen, so dass ein Verbot von Kindersexpuppen noch in dieser Legislaturperiode abgeschlossen werden kann.

Mehr Informationen zum Thema Kindersexpuppen erfahren Sie auch ein einem Beitrag von Magazin "Akte"; auf Sat1 vom 24. August 2020.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag


  • Zur Person


  • Newsletter


  • Kontakt